Two New Reviews

Two new praising reviews of The Great Sonic Wave in German…

Black Magazine: 

Ein weiteres Beispiel, dass Musik und ihre jeweilige genretypische Ästhetik keine Grenzen kennt, erst recht keine solchen von Ländern… 20.SV ist eines der Projekte von Osman Arabi aus dem Libanon, der auf „The Great Sonic Wave“ ein düsteres Störfeuer aus mal schneidender, mal pulsierender Elektronik, statischen Geräuschen, Fieldrecordings(?) und geradezu unmenschlichen Schreien schichtet, immer wieder zerrissen durch wie Kurzschlüsse hereinbrechende Geräusche; dabei die ganze Zeit wie auf dem Sprung verharrend, bis nach gut der Hälfte des gut 28 minütigen one-trackers eine zerhackte white-noise-Elektronik dem Stück ganz neue Bewegung verleiht. Und die Stimme nach vorn lässt, die keinem anderen als Alan Dubin (z.B. ex-Khanate) gehört, wodurch weitere Kommentare dazu eigentlich fast überflüssig sind… Wie ein Höllentrip in einem Club, der nicht auf die Bässe setzt, um die Körper zu bewegen, sondern auf die hohen Töne, um die Schädel zu spalten. Trotzdem: eindeutig ein Hörerlebnis und genau das: gut hörbar.

OX Fanzine: 

Kunterbunt-fröhliche Albumtitel wie „Acid Vomit“, „Human Genocide“ oder „Radiative Hate“ deuten bereits an, in welche Richtung der Libanese Osman Arabi, der auch als SEEKER, SHAMANIC DEATH TRANCE, XARDAS oder KAFAN Musik macht, sich mit seinem Projekt 20.SV bewegt.

Lounge-Sounds für die Postapokalypse, wenn die Maschinen marschieren und die letzten Relikte menschlicher Zivilisation langsam verrotten. Gute Laune ist garantiert. Mit „The Great Sonic Wave“ nimmt sich Arabi altbekannter Formeln an und collagiert minutiös selektierte Feldaufnahmen von Metallkrach und Eisenknirschen zu einer sampledelischen Klangkulisse.

Es dröhnt und wummert, knirscht, kracht und explodiert schließlich. Über dem sonischen Folterschwall krächzt mit Alan Dubin ein altbekannter Untergangsprophet (siehe KHANATE, GNAW und O.L.D.) unverständliche Vocals in oszillierenden Lautstärken und Dynamiken: flüsternd, verhallt kreischend oder garstig gurgelnd.

Zusammengenommen ergibt das einen einzigen, fast halbstündigen Track als Trip durch dehumanisierte Welten, der auf- und abbrausend durch die tiefsten Tiefen der Düsternis mäandert. Genau das Richtige also, um dazu den Fünf-Uhr-Strychnin-Tee zu schlürfen und die Kälte des drohenden Endes hereinzulassen.

Gemütlichkeit in Endzeit, sozusagen. Beeindruckend.

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